Friday, April 4, 2008

Beim Aktion Jan-Carl Voske, Reformuhka am 10. April 2008


»Authentisch zu sein nützt gar nichts. Authentisch ist
jedes Bild, besonderes die schlechtesten Bilder zeigen
ganz authentisch, was mit dem Maler und der Malerei
los ist. Das macht sie ja so uninteressant.«
(Gerhard Richter)

BEIM AKTION JAN-CARL VOSKE, REFORMUHKA AM 10. APRIL 2008

Ausschnitten von Briefe Gudrun Fuchslein an ihre Schwester Nina.

Weil es alles sowieso Wochen dauern wird und weil es dauern wird und weil es den Beschluβ “Angehörige” gibt und weil Du vielleicht auch nichts dagegen hast, könntest Du versuchen, dieses Zeug auf der Liste zu besorgen und beim WVC durchzukriegen?

Es gibt ‘ne Menge Bücher, die vermitteln, was wir versuchen, erstmal die Sachen, die die BAG verfaβt hat: das 1. Papier Konzept Kunstguerilla (im DDV Rotbuch), dann gelbe Reihe Devos: Kunstamaros, dann noch Fanon Verdammte dieser Erde (Suhrkamp, überhaupt alles von Fanon); Black Panther-Sachen; Hugh Pearson: The Shadow of the Panther. RAF und Baader-Meinhof-Sachen; Stefan Aust: Der Baader Meinhof Komplex, Texte und Materialen zur Geschichte der RAF (ID-Verlag), die Biographie Ulrike Meinfuchs (Lieber wütend als traurig) von Alois Prinz, Stern & Herrman: AndreVos Baader - Das Leben eines Staatsfeindes,

Ich bin zwar in Strafhaft aber ich bin auch in völliger Isolation, was bedeutet, daβ ich mir nicht wie jede andere Strafgefangene all das im Tauschhandel besorgen kann, und auβerdem ist es normalerweise so, daβ jede Strafgefangene diese Gegenstände mitbringen darf.
Haarbürste (habe ich gekauft im Lenin Museum in Tampere), Shampoo (Henna Cure&Care - anti-grease!), Purol (skin care mit Lanolin aus Holland), Pinzette, keine mit scharfe Ende, Williams Rasage Gel - peau sensible!!!!
Irgend’n Säckchen dazu, in das alles reinkommt (hab’ irgendwo so ein Muji).
Dann noch ‘ne Menge Bücher: Jann-Marc Rouillan: Chroniques Carcérales, Baran & Sweezy: Monopoly Capital, An Essay on the American Economic and Social Order, Eric Hobsbawm: The Age of Extremes und Uncommon People: Resistance, Rebellion and Jazz, Colin Wilson: The Outsider.

Zur Argumentation: In der Vollzugsordnung des Reformuhka heiβt es unter Ziffer 2 (Aufnahmeverfahren), Abschnitt 3: “Stucke, die zur zweckmäβigen Körperpflege dienen, können dem Gefangenen überlassen werden.”
Mir fliegt jetzt schon die Haut in Flocken vom Leibe. Gar nicht zu reden von den Haaren und Zähnen, die von dem Schrubber plötzlich bluten und die Haare sind sowieso höchst pflegebedürftig, wenn ich in paar Jahren noch welche haben will.

Hier nun ‘ne Bücherliste, sie müssen direkt vom Verlag hier ankommen.
Strafwetboek (mindestens Teil 2)
Lenin: Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismusdas müβte drin sein
William Burroughs: Naked Lunch, De Sade – was Du findest von ihm aber sicher La Vérité
J.G. Ballard: Concrete Island, The Atrocity Exhibition und Running Wild, Romain Slocombe: Saké des Brumes und Terreur à Lyon (du weiβt das ich in beide eine wichtige rolle spiel?).
Carl Loeffler: Performance Anthology, Henry Sayre: The Object of Performance, Jürgen Schilling: Aktionskunst.
Pascal Gielen: Kunst in Netwerken.
Quelle est cette chimère impuissante et stérile,
Cette divinité que prêche à l’imbécile
Un ramas odieux de prêtres imposteurs?
Veulent-ils me placer parmi leurs sectateurs?
Ah, jamais, je le jure, et je tiendrai parole!

Ich nehme an, daβ der WVC die Klamotten, die ich am Leib hatte, die nächsten Jahre nicht rausrückt, deshalb brauche ich hier welche, falls ich verlegt werde z.B. und nicht in diesen Fetzen reisen will von hier.
1. Schuhe (Loints nr 49611 in size 42)
2. Strümpfe (Tibetanische, grün und grau - im Makro)
3. Slips (meine Thailand Silk Collection)
4. Pullover (den grünen Kinesischen)
5. Lange Hose (Levis 505 - 30/32 schwarz oder blau)
Ist viel, soll ja auch nicht auf 1 Haufen ankommen hier.

Jeder Strafgefangene darf zu Weihnachten und Geburtstag je 1 Paket kriegen. Ich stelle mir vor:
- 1 Schokotopf (Milka mit Alpenmilch),
- 1 Scharfe Peanutbutter (Faja Lobi kaufen beim Asia Food),
- Tee (Earl Grey oder Lady Grey),
- 2-3 durchsichtige Plastiksäckchen (für Brot frisch halten),
- 4 Kugelschreiber (schwarz + rot, leicht, billig),
- 2 Filzstifte (Artline 70N),
- Schokolade Côte d’Or - Double Lait,
- Manuel Castells: The Information Age,
- Von Walther König Buchhandlung: Gerhard Richter - 18. Oktober 1977
Vergiβ’ nicht, mir jeweils den Durchschlag der Buchbestellungen an die Anstalt zu schicken, ich kann sonst überhaupt nicht wissen, was entweder einfach nicht bestellt wird (aus ideologischen Gründen) oder was vielleicht bloβ nicht geliefert wird.

Zucker, Eier und Butter mit dem Handrührer schaumig rühren.
Die Erde zugeben und unterrühren. Aus dem Teig Waffeln backen.

Der Klassenkampf findet statt, ob Du ihn wahrnimmst oder nicht, und natürlich ist er unmittelbar wahrnehmbar nur da, wo die kapitalistische Staatsgewalt einsetzt gegen diejenigen, die sich dagegen wehren, und daβ sie das Recht dazu haben, ist für mich keine Frage. Augen, Bewegungen, Sprechen, Lachen, Wut - lebensnotwendig. Die Isolation, die sie beliebig lang gegen uns verfügen können, dazu fällt mir ab und zu immer nur de Sade und Blanqui ein, beide waren etwa 30 Jahre ihres Lebens gefangen und isoliert.

Kunst is wat de Kunstenaar Maakt!
Niet dat waarover de kunstcritici schrijven -
Niet dat wat de kunstverzamelaars verzamelen -

Niet dat wat de kunstgalerijen verkopen -
Niet dat wat de Kunstmusea conserveren.


Und natürlich, verflucht, danke; das halbe Stündchen - Pünktchen Pünktchen usw… und Du hast ja sehr gut und schön ausgesehen. Stimmt’s oder trügt’s. Sei umarmt.

Le Souvenir du bonheur n’est plus du bonheur,
le souvenir de la douleur est de la douleur encore.

Schiller ist der Sache inhaltlich am nächsten gekommen mit seinem philiosophischen Satz: “nur da ist der Mensch ganz Mensch, wo er spielt” - die Rolle der Kunst als Heilerin, könnte man sagen, natürlich ein Traum für wenige, wo also das Subjekt via schöpferischen Akt und frei von allen objektiven, seins-mäβigen Hindernissen die Wirklichkeit als Totalität schafft oder setzt, als Spiegel dessen, was der Mensch “verloren” hat.

Du bist wütend; bleib’ es. Das Bild von AndreVos hab’ ich hier gepinnt.

8-Stundentag zu sagen ist Lüge, 24-Stundentag die Wahrheit. Technisch unbegrenzte Mittel, die Zerstörung als das “Normalste + Natürlichste” über die Bühne zu bringen; Aggression + Haβ, die Trümmer des menschlichen Subjekts, in dem Moment zu legalisieren, wo sie nützlich und notwendig sind um die Gewalt von Kapital + Staat als allgemeines Bedürfnis erscheinen zu lassen, der Haβ gegen <h>Art wird so Haβ auf Fuchschke, der Haβ gegen dieses Leben wird so Haβ “auf die Künstler”, “die Linken”, die Kraft, die Änderung meint, wird so die Kraft die Konservierung besorgt; Zerstörung erscheint als Selbstzerstörung, Mord erscheint als Selbstmord.
Zuletzt noch ein Buch: Karl-Heinz Weidenhammer: Selbstmord oder Mord? - Das Todesermittlungsverfahren: Baader/Ensslin/Raspe.

Weiβ ja nicht ob du gerade in ferien bist - aber dan auch egal, heiβt dann halt paar wochen später: 2 sachen.
1 besorg ne leichte brille met getönten, lichtabsorbierendem glas, grünlich oder grauton, nicht so dunkel wie sonnenbrille, denn ich brauch sie in der Kunstzelle. Heiβt ich erhoffe mir davon ne erleichterung, gibt einfach zo zeiten, wo mir das helle neonlicht zusetzt (das “normalerweise” natürlich eher gut als schlecht ist. Heiβt gut zum lesen - aber es gibt eben zeiten, wo ich nicht lesen kann, oder will, weiβ der teufel, nerven, klar, wo sämtliche nervenstränge sich sowas wie in oder hinter den augen konzentrieren, und dagegen wünsch ich mir nun so ne brille).

2 geh nach die Aktion von Jan-Carl Voske am 10. April 2008, hier im Reformuhka. Ab 19.00 uhr.


Friday, February 15, 2008

m_hka : 0 / BAG : 1




Erklärung zum Abbruch
des Hungerstreiks


»Wie van Vierendelen geen Schrik heeft,
trekt de keizer van zijn Paard« (Mao)


VERKLARING VAN DE 15E FEBRUARI 2008

In den letzten Tagen sind alle Versuche, den Hungerstreik von zuletzt 59 KunstGefangenen durch Zwangsernährung – in KMSKammheim mit äußerster Brutalität – zu brechen, gescheitert.
Nachdem die Gefängnisärzte im Reformuhka und die zugezogenen Anästhesistinnen sich nach unser mitteilung von 9. Januar 2008 geweigert haben, Psychodrogen bzw. Zwangsnarkosen gegen die KunstGefangenen einzusetzen, und nachdem unser Genosse der Kulturministers Ansciaux selbst in einem Anfall unse Forderungen ins Gesicht geschmissen hatte, teilte der Kunstanstaltdirektor uns am 23. januar 2008 um 17 Uhr, die »Verbindliche Erklärung des Kulturministeriums Ansciaux« mit, daß »unter Berücksichtigung der Forderungen der sozialen Gutachter des Kunstarbeitgeberpräsidentiums sofort eine freie Konzentration künstlerischer – d.h. Gefangener nach § 44a – auch aus anderen KunstInstituten im Reformuhka und eine Vergrößerung der Kunsthaftraumes in die Wege geleitet wird.«
und weiter
»Sinds vele jaren kan het Reformuhka rekenen op een genereuze inzet van de Kunstgevangenen waarmee het samenwerkt. Ze maken de Kunstgevangenis mee tot een dynamische plek. Ze tonen niet alleen hun werk, maar gaan vaak een vergaand engagement aan. Van nieuwe creaties tot interventies - experimentele presentaties van Kunstgevangenen in de collectie - of initiatieven als de hommage aan Fred Baader. Voor dergelijke projecten zal het Reformuhka Kunstgevangenen vanaf nu steeds een gepast arbeidscontract aanbieden, of minstens een overeenkomstige verloning geven. Daarnaast worden de honoraria verhoogd van Kunstgevangenen die worden gevraagd voor performances, lezingen of andere kleinschalige projecten.«
Die Entscheidung geht auf einen Kabinettsbeschluss Ansciaux zurück. Damit wird eine wichtige Forderung unser Hungerstreiks erfüllt. Die KunstGefangenen aus die BAG beenden den Hungerstreik.
Our decision to end our Hungerstrike was also due to the (Self)Murder of four (sǐ) comrades in a Hole at an unknown location in our around Antwerp (see our message of 9 january 2008). Their Deaths make it clear that Art Prisoners are no longer worth anything while alive and that the Art Prisons will continue their exploitation nevertheless.
We have also heard about the recent regarding the banishing of text by our Art Lawyers from certain Art Magazines. This is also to say that we are starting our Underground Press Campaign through "(f)ART". Over 500 copies have been distributed in Art Prisons all over the country. Download or read the file from our allied websites and spread the virus!
Wir werden unseren Kampf ums Überleben nicht aufgeben!

Neen aan de Imperialistische Kunsttijdschriftcultuur!
Geen doodzwijgen van de Radikale Verliezer!
Voor de overwinning in de Kunstenaarsstrijd!
Es lebe die Bastard Art Gruppe!

Gudrun Fuchslein
für die KunstGefangenen aus der BAG

Wednesday, January 9, 2008

Gesloten Mineur

GESLOTEN MINEUR


Naar een Gewapende Strijd
en een Radikaal Actieplan tegen
de “Grote” KunstInquisitie



VERKLARING VAN DE 9E JANUARI 2008

Onze Boodschap van de 20. December heeft niet veel teweeggebracht in de gelederen van onze Kameraden: SLECHT!
The 48 Art Prisoners on Hungerstrike action has thinned our ranks severely. All the Revolutionary Antiimperialist Art Prisoners have been transferred to the 8 Special ArtInquisition Institutes that were officially named by Bert Ansciaux, Minister of Cultural Injustice: KMSKammheim Art Prison, Reformuhka, Flemische Opfern-a, deKillharmonie, Der SinnenMangel, Die RadiOhrfeige, the Royal Mallet and the brand new Altmodischen Patientenheim.

Ter gelegenheid van de plechtige voorstelling van de 8 nieuwe KunstInquisitie Instituties door Minister van Cultureel Onrecht, Bert Ansciaux herhaalde één van onze ondergrondse revolutionaire antiimperialistische Strijders onze eisen:

Geen Kunstenaars als Gestoofde Peren in focusgroepenfruitschalen maar Kunstenaars in Bestuursraden - geen Kunstenaars vanwege hun mooie haren in kapsalonmusea maar Kunstenaars in functies waar ze bevoegheid hebben – geen Kunstenaars als centrum in imperialistische KunstInquisitie Instituties vanwege hun Symbolisch (dood) Kapitaal maar Kunstenaars in posities waar ze beslissingsrecht hebben.
dann aber SOFORT.

Sire, de grâce, écoutez-moi:
Sire, je reviens des galères...
Je suis voleur, vous êtes roi,
Agissons ensemble en bons frères.
Les gens de bien me font horreur,
J'ai le coeur dur et l'âme vile,
Je suis sans pitié, sans honneur:
Ah! faites-moi sergent de ville.

Von einem unsen Wahlverteitigers haben wir heute dieses bericht über die Zwangsernährung von unser Genosse Holger Fuchs bekommen:
5-6 Grauen, 2-3 Sanis, 1 Arzt (Frau). Die Grauen packen, schieben, zerren mich auf nen Operationsstuhl. Festschnallen: 2 Handschellen um die Fußgelenke, 1 etwa 30 cm breiter Riemen über die Hüfte, Armen mit zwei breiten Lederstücken mit 4 Riemen vom Ellenbogen bis zum Handgelenk, 1 über die Brust. Von hinten einer, der den Kopf mit beiden Händen um die Stirn fest an das kopfteil preßt - damit ist der ganze Körper ziemlich fest fixiert. Bewegung ist nur muskulär und 'innerhalb' des körpers möglich. Mund: Von rechts der Arzt mit 'nem kleinen 'Brech-Eisen', ca 20cm lang, eine Seite gewölbt-spitz, andere gewölbt-pfannenartig, mit Leukoplast umwickelt. Damit geht er zwischen die Lippen, die gleichzeitig mit den Fingern auseinandergezogen werden und dann zwischen die Zähne. Sowie die Kiefer weit genug auseinander sind, klemmt-schiebt drückt der Sani von links die Maulsperre zwischen die Zähne. Das ist ein Scheren - Zangen-artiges Ding, 2 Finger dick, gummiert. Die Zunge wird mit 'ner flachen Zungen-Zange nach vorn gezogen und runtergedrückt.
Zwangsernährung: verwendet wird ein roter Magenschlauch (also keine Sonde) der so ca. mittelfingerdick ist. Der ist geölt geht aber praktisch nie ohne automatisches Würgen rein, da er nur 1 bis 3 mm dünner ist, als die Speiseröhre.

Ist der Schlauch im Magen, wird oben ein breiter trichter draufgesetzt und aus einer normalgroßen Schnabeltasse langsam in kleinen Schüben (so 8 bis 10) der Kaffee eingetrichtert.

Bon! je me vois déjà sergent:
Mais, sire, c'est bien peu, je pense.
L'appétit me vient en mangeant:
Allons, sire, un peu d'indulgence.
Je suis hargneux comme un roquet,
D'un vieux singe j'ai la malice;
En France, je vaudrais Gisquet:
Faites-moi préfet de police.

At an unknown location in Antwerp, four (sǐ) Art Prisoners were locked in a Hole in a Basement by a squad of Artpigs that raided their Gallery. In a narrow Shaft they were forced to dig at random. The action was lit day and night by a Slant Row of Fluorescent Lights. The walls of the narrow Shaft were covered with wood to prevent collapse, however, the wood bruised and cut the skin of the Art Prisoners because they hadn’t seen any natural light for several weeks which caused pale complexion, rashes and loosening of the skin. All Art Prisoners had been affected with Superficial Punctate Keratopathy, they complained of blurred vision, watery eyes, a sensation of having a foreign body stuck in the eyes and sensitivity to the bright Fluorescent Lights. After a continuous diggin’ stint of 11 days on which the Art Prisoners were made to survive only on coffee, all four (sǐ) of them died of Carbon Monoxide Poisoning after they had reached a depth of over sixteen feet.

Grands dieux! que je suis bon préfet!
Toute prison est trop petite.
Ce métier pourtant n'est pas fait,
Je le sens bien, pour mon mérite.
Je sais dévorer un budget,
Je sais embrouiller un registre;
Je signerai : "Votre sujet",
Ah! sire, faites-moi ministre.

Na de dood van de vier (sǐ) KunstGevangenen besloten de acht leiders van de KunstInquisitie Instituties de Antwerpse Put in gebruik te nemen als Dodengang voor de Radikale Verliezer.

Hij leeft onopvallend in een rijtjeshuis en bereidt, onopgemerkt voor zijn omgeving, zijn Acties voor. Bepaalde stromingen in de Amerikaanse Avant Garde van de jaren 70 en het Duitse Terrorisme uit dezelfde periode oefenen grote aantrekkingskracht uit op de Radikale Verliezer en zijn destructieve Wereldbeeld. Met de Radikale Verliezer spreken is moeilijk, maar ertegen zwijgen is dom.
In plaats van de aard van de Radikale Verliezer te proberen te doorgronden klampen de KunstImperialisten zich vast aan hun sociologisch ingelepelde (Zwangsernäherung!) tabellen en de KunstInquisitionele vernetwerking aka het KunstInstitutioneel Cordon. Daardoor zijn ze uiteindelijk gedoemd om zèlf de verliezers te worden. De enige oplossing die de KunstImperialisten hebben voor het probleem dat ze zelf zijn, is het vergroten van de ellende voor diegenen op basis van wiens uitbuiting ze hun bestaanszekerheid bouwen. De vooruitgang in de Omgeving voor Actuele Kunst heeft geen einde gemaakt aan de ellende van de makers van Actuele Kunst.

Het ultieme wapen van de Radikale Verliezer is zijn eigen lichaam. Het gaat hier niet om ergernis maar om woede.

Het lichaam van de Radikale Verliezer als Inspiratiebron – het lichaam van de Radikale Verliezer als Vrijplaats – het lichaam van de Radikale Verliezer als Materiaal – het lichaam van de Radikale Verliezer als Werktuig – het lichaam van de Radikale Verliezer als Energiebron – het Lichaam van de Radikale Verliezer als Atelier – het lichaam van de Radikale Verliezer als Presentatieplatform – het lichaam van de Radikale Verliezer als Archief – het lichaam van de Radikale Verliezer als Concept van de KunstGuerilla.

Sire, que Votre Majesté
Ne se mette pas en colère!
Je compte sur votre bonté;
Car ma demande est téméraire.
Je suis hypocrite et vilain,
Ma douceur n'est qu'une grimace;
J'ai fait... se pendre mon cousin:
Sire, cédez-moi votre place.



Zonder Kunstenaars geen Kunst!
Zonder Kunst geen KunstInstituties!
Kunstenaars beslissen over Kunst in de KunstInstituties!



B.A.G. – KOMMANDO PIERRE FRANÇOIS LACENAIRE
zum 172. Totestag - 9. jan 1836


Saturday, December 29, 2007

Rotte Appel of Gestoofde Peer



Brief van de 30. december 2008

"WIE NIX TE ZEGGEN HEEFT ZEGT HET ZO GEKOMPLICEERD MOGELIJK", zei mijn kameraad hongerstaker toen hij de woorden van ÜberScheepsKapitein bart de baere in ART [ALLEMAAL] 30 las - van pure moedeloosheid wilde hij de strijd opgeven.

du blöder idiot
fängst sofort wieder an und machst weiter - wenn du das nicht sowieso schon gemacht hast.
das und nichts anderes. gleich was heute fürn tag ist.

ist natürlich die schärfste ei was ich da gebracht habe – weisst du auch. dreck, und du bist da natürlich ein ganz schönes kunstschwein. nagut. dat de kameraden daarbuiten niet de guts hebben om evenzeer de wapens ter hand te nemen mag geen reden voor ons zijn om de gewapende revolutionaire antiimperialistische strijd op te geven.
ausgeflippt – ist ja nicht der erster. ( ) fällt mir da ein. und noch ne paar andere kisten. ist doch in jeder aktion so. ein flipp war (bei mir) immer dabei. und der tägliche scheiß, der ärger, - warte du arschloch. herinner u Trop=Teveel, het is niet de eerste keer dat das m_hkaboot onder een goedkope vlag vaart!

Dann das blieb sozusagen in der familie want iedereen had van de vergiftigde koek meegegeten en ervan geprofiteerd und das muß dir eigentlich klar gewesen sein, was das heißt für die Artpigs und gegen uns – (inzwischen auf jeden fall) – mitten in der aktion. wenn du da mit vollem bewußtsein bonnetjes voor tekenpapier en kasten gefressen hast - als schritt raus – omdat je er bewust voor wilde kiezen – biste natürlich raus. dann man guten appetit. (schmeckt es?). dann ist hier ende. pek en veren.

wenns ne flipp war, break, mattscheibe völlig bescheuert wie ein wahnsinnknabe - geschenkt. Erst mal. sowas kommt vor - trotz allem was gesagt war. kenni man doch. aber dann biste inzwischen schon längst wieder dabei. oder was?
dann aber SOFORT.

ausgeflippt – doorgezakt.
foutje gemaakt - korrigiere ihn.
buitengesmeten - kommt zurück.
in de broek gescheten? – mußte sie auswaschen.

obwohl. das ist nat®πrlich ne bisschen was anderes in der dimension – genoeg gelachen, het is nu of nooit - weil offen. ist dir ja auch klar - inzwischen.
der fakt hat ne konsequenz. biste ja auch drauf. wenn die crew nicht nein entscheidet, würd ich sagen: du legst dir – militärisch gedacht – selbst ne dissipliner-verfahren auf. so was. du selbst. wir kontrollieren: es gibt keine schuldigen in der guerilla und keine strafe im kollektiv. nur entscheidungen und konsequenzen und ich sage eben weiter.
das einzige was zählt ist der kampf - jetzt, heute, morgen, gefressen oder nicht. de museumboot – gevangenisboot – museumgevangenis, het is prietpraat. er is geen enkele boot met een 69-koppige bemanning die een lading vervoert waar ze niet voor betalen, geen lading aan dek laat brengen zonder de kraanmannen te betalen, geen lading laat lossen zonder de dokwerkers te betalen. alles andere ist dreck. zo'n schip gaat aan de ketting. DER KAMPF GEHT WEITER. jeder neue fight, jede aktion, jedes gefecht bringt neue unbekannte erfahrungen und das ist die entwicklung des kampfes. entwickelt sich überhaupt nur so. die subjektive seite der dialektik von revolution und konterrevolution: das entscheidende ist, dass man zu lernen versteht, durch den kampf für den kampf. aus den siegen, aber mehr noch aus den fehlern, aus den flipps, aus den niederlagen.

geen bibliotheekteam zonder kunstboeken van imperialistische uitgevers die kunstenaars er niet voor vergoeden – geen technici zonder kunstenaars die gedwongen worden hun installaties gratis op te bouwen – geen communicatieploeg zonder kunstenaars die gedwongen worden de reproductierechten van hun werken af te staan – geen publiekswerkers zonder kunstenaars wiens werken zonder exploitatievergoeding aan het publiek getoond worden – geen editors zonder kunstenaars die gratis tekstinformatie en beeldmateriaal moeten afstaan – geen collectiebeheerders zonder kunstenaars die gratis werken hebben afgestaan aan een stichting ter ere van gordon matta-clark en niet ter ere van florent bex – geen toezichters die er op toezien dat kunstenaars niet terugpakken waar ze recht op hebben – en dies meer.

das ist ein gesetz der revolutionären künstlerischen antiimperialistischen kampf.
kämpfen, unterliegen, nochmals kämpfen, wieder unterliegen, erneut kämpfen und so weiter bis zum endgültigen sieg - das ist die logik des künstler. sagt der alte.

was wir schreiben ist tatsächlich siemlich ausgeflippt, weil sagt doch klar, daß sich eben nichts geändert hat, hast nur ne riesen bockmist gemacht - allerdings: 'materie': der mensch ist nichts als materie wie alles. der ganze mensch. körper und bewußtsein ist 'materielle' materie und was den menschen ausmacht, was er ist, seine freiheit - ist, daß das bewußtsein die materie beherrscht - sich SELBST und die äussere natur und vor allem: das eigene sein. die eine seite engels: glasklar. der guerilla aber materialisiert sich im kampf - in der revolutionären aktion und zwar: ohne ende-eben: kampf bis zum tod und natürlich: -
kollektiv.

das ist keine sache der materie, sondern eine der politik. van het budget voor filmprogrammatie gaat het grootste gedeelte naar huur van kunstfilms bij imperialistische verhuurmaatschappijen, naar transportkosten voor het opsturen van kunstfilms, naar douanerechten voor het invoeren van kunstfilms die door de betaalde filmprogrammatoren en filmoperatoren in vaste dienst gekozen en vertoond worden – niet naar de filmkunstenaars die deze kunstfilms maken.
der PRAXIS. wie du sagst: nach wie vor sache. heute morgen und so weiter. gestern ist gewesen. kriterium auch, aber vor allem SACHE. was ist - jetzt-liegt als erstes bei dir. der streit ist noch lange nicht zu ende. und der kampf hört nie auf.

naja – entweder weiter
oder du bist wirklich im arsch, kaputt.
doe je mee met de rotte appels dan ben je de gestoofde peer. deine sache.
: es lebe die BASTARD ART GRUPPE – du affe.

ons lichaam is ons materiaal – ons lichaam is de drager van ons gedachtengoed – ons lichaam is ons wapen
48 kunstgevangenen in hongerstaking – de hongerstaking is de munitie voor onze wapens

aber
gibt da natürlich nen punkt: wenn du weißt, dass mit jedem KUNSTSCHWEINESlEG die konkrete künstlermordabsicht konkreter wird - und du machst nicht mehr weiter mit, bringst dich in sicherheit, gibst den KUNSTSCHWEINEN damit einen sieg, heißt lieferst uns aus, bist du das kunstschwein, das spaltet und einkreist, um selbst zu überleben und dann halt die fresse von, wie gesagt: die praxis. es lebe die BASTARD ART GRUPPE. tod dem kunstschweinesystem.
-
entweder kunstschwein oder mensch
entweder überleben um jeden preis oder künstlerkampf bis zum tod
entweder problem oder lösung
dazwischen gibt es nichts
künstlersieg oder tod - sagen die typen überall und das ist die sprache der guerilla - auch in der winzigen dimension hier:
de kunstenaar die een prestatie levert in een overheidsinstelling die betaald wordt met geld van het volk, heeft evenzeer recht op een vergoeding als alle 69 anderen die in diezelfde overheidsinstelling een prestatie leveren: de directeur, de secretaresse, de curator, de koffiedame, de werkplaatsoverste, de magazijnier, de videoverantwoordelijke, de electricien, de baliebediende, de cafetariadienster. bart de baere vindt dat de kunstenaars moeten leven van de essentiële meerwaarde, van het effect, van de internationale discussie, van het respect, van de aandacht, van het symbolisch kapitaal. dat is wat wij doen, dat is wat wij vandaag eten: 48 KUNSTENAARS IN HONGERSTAKING.

mit dem leben ist es nämlich wie mit dem sterben:
künstler (also: wir), die sich weigern, den kampf zu beenden, - sie gewinnen entweder oder sie sterben.
wij gaan niet als gestoofde peren bij de rotte appels in een focusgroepfruitschaal liggen om de museumgevangenis voor minister anciaux op te smukken. wij roepen minister anciaux op om de gefaseerde inhaalbeweging voor het m_hka stop te zetten. toen in 1998 het ICC door de Beweging 1. Februari bezet werd schreef bart de baere in de kunstvarkenskrant de standaard "het ICC moet sluiten" – vandaag zeggen wij "het m_hka moet sluiten" – en roepen wij alle revolutionaire antiimperialistische bewegingen op om onze eisen kracht bij te zetten met akties. geen kunstenaars als gestoofde peren in focusgroepenfruitschalen maar kunstenaars in raden van beheer - geen kunstenaars vanwege hun mooie haren in kapsalonmusea maar kunstenaars in functies waar ze bevoegheid hebben – geen kunstenaars in imperialistische kunstinstituten omdat ze aandeelhouder zijn maar kunstenaars in posities waar ze beslissingsrecht hebben.
dann aber SOFORT
en niet om een subsidiedossier op te smukken of goede sier te maken in ART [ALLEMAAL].

anstatt zu verlieren und zu sterben.' - ziemlich traurig, dir sowas noch mal schreiben zu müssen. weiß natürlich auch nicht wie das ist, wenn man stirbt oder wenn sie einen killen. woher auch? im augenblick der wahrheit da morgens ist mir als erstes durch den kopf geschossen: also soo ist das (wußte ich ja auch noch nicht) und dann (vor dem lauf, genau zwischen die augen gezielt): na egal, das wars. jedenfalls auf der richtigen seite.
du müßtest da eigentlich auch was wissen. naja. es stirbt allerdings ein jeder. frage ist nur wie und wie du gelebt hast und die sache ist ja ganz klar: kämpfend GEGEN DIE KUNSTSCHWEINE als KÜNSTLER FÜR DIE BEFREIUNG DES KÜNSTLERVOLKES: revolutionär, im antiimperialistischen kampf - bei aller liebe zum leben: den tod verachtend. daß ist für mich: dem volk dienen – spreading the message

- BASTARD ART GRUPPE -
48 KUNSTENAARS IN HONGERSTAKING.